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Die Persönlichkeiten der ALBiREO stellen sich vor:

Random "Frequent Flyer" Dent (AdDiHaR)

Randoms Auge

blickt zurück auf ein früheres Leben in einem Leica Televid-Spektiv (die "APO"-Version). Es hat 77mm lichten Durchmesser und 440mm Brennweite, also ein Öffnungsverhältnis von f/5,7.

Objektiv v.v. Objektiv v.h.
Objektiv von vorn (darunter Gewindering), und von hinten,
mit eingesetztem veloursbeklebtem schwarzem Pappring

In seinem natürlichen Habitat wurde es entweder mit einem 22mm Weitwinkelokular (welches ein Gesichtsfeld von gut 26mm Durchmesser aus der Brennebene ins Auge bringt) oder mit einem Zoom-Okular von 7,3-22mm Brennweite (20-60×) kombiniert. Das steckt auch etwa den Rahmen ab, für den das CaF2-Triplett korrigiert ist: schaut man unter ein paar Grad Winkel gegen die optische Achse mit einem Okular (freihändig) durch, so zeigt sich deutlicher Astigmatismus; vergrößert man kleine helle Lichtquellen (Sterne, Jupiter, Spiegelungen an Flaschen u.ä.) auf 55× und höher, so nimmt der Farb-Längsfehler überhand (je nach Fokus-Stellung hat man einen blauen Punkt mit orangenem Hof oder einen orangenen Punkt mit blauem Hof ;).

Das als schlagfest bis soundsoviel g beworbene Spektiv war seinem Vorbesitzer so unglücklich heruntergefallen, dass beim Aufschlag aufs Okularende ziemlich alle Bestandteile bis auf die gefassten Linsen das Zeitliche segneten. So tauchte es denn im Herbst 2001 auf dem Astronomischen Markt auf astronomie.de auf und weckte Rohrspechts Mitleid...

Randoms Rohr

Als der Rohrspecht (spanisch: el picador de tubos, der Röhren-Zimmermann: danke Birgit! ;) lateral denkend durch den Baumarkt spazierte und unter völliger Hintanlassung etwelcher intendierter Verwendungszwecke seinen unfokussierten Blick über alle Regale schweifen ließ, um teleskopbaufähige Teile aufzuspechteln, fiel ihm etwas ins Auge, dem er nicht widerstehen konnte:

Teleskop-Kanal
Teleskop-Kanal

stand da auf einer Shrink-Verpackung, die zwei ineinandersteckende braune PVC-Rohre enthielt (à 250mm Länge, mit ca. 100 bzw. 104mm Durchmesser).

Das musste einfach verwurstet werden, plus Teile eines zweiten solchen Pärchens.

Das Material ist leicht zu bearbeiten - es lässt sich mit Abbrechmessern schneiden, mit jedem Bohrer bohren, und mit THF-haltigen Spezialklebern (Tetrahydrofuran, als Hart-PVC-Kleber im Handel) kaltschweißen.

Leider ist es zu weich, um allein als Rohr zu dienen - unter dem Gewicht von Objektiv und Okular würde sich selbst das doppelt genommene, kurze, gedrungene Rohr bereits durchbiegen. Also noch ein Gang in den Baumarkt, bis das ideale Innenleben gefunden war: ein Ofenrohr (-Verlängerungsstück) aus Aluminium, ebenfalls 250mm lang, leicht konisch, passt an einem Ende in den schlankeren Teleskop-Kanal und am anderen noch in den dickeren.

Das Ofenrohr wurde hinten auf anderthalb cm Länge in eine ringförmige Fläche umgebördelt, die die Fockelpinne trägt; vorne wurden drei Schlitzlöcher hineingebohrt und -gefräst, in denen ein von Meister Gerd nach Zeichnung gedrehter Gewindering justierbar befestigt ist, der seinerseits das Objektiv zentriert.

Hinterende Alurohr
Umgebördeltes Hinterende des Ofenrohrs

Blenden

Es ist überhaupt keine Kunst, ein Refraktor-Rohr so zu verblenden, dass es vom OAZ aus gesehen nachtschwarz wird!

Der Trick ist nur, das Rohr dick genug zu wählen - dann hat man jede Menge Platz für breite Blenden, zwischen denen regelrechte Lichtmüllschlucker-Hohlräume verbleiben...

Schematischer Strahlengang mit Blenden (PostScript®)

Blenden noch und nöcher
Eine ganze Latte ausgeschnittene Blenden

Die Blenden sind aus schwarzer Pappe, und sind einfach mit schmalen Streifen von schwarzer Velours-Selbstklebefolie ans Ofenrohr geklebt. Zwei Fliegen mit einer Klappe, äh Blende. War eine endlose Fieselei, weil Rohrspechts Patschhändchen durch das 65mm-Loch am umgebördelten Ende nur fingerweise passten und ohnehin die Hände immer den Blick verdeckten...

mit 2 Blenden v.v. mit 2 Blenden v.h.
mit 5 Blenden v.v. mit 5 Blenden v.h.
Vom 2-Blenden- zum 5-Blenden-Stadium, von vorn und von hinten...
(wie man sieht, sind die Blenden nicht lichtdicht an die Tubusinnenwand
gepappt, das ist aber auch gar nicht nötig, weil die jeweils nächste Blende
die Ritze aus Sicht des Okulars verdeckt)

mit 2 Blenden v.v.

Was bleibt, sind schwache Reflexe im Okularauszug selbst bzw. in den darin sitzenden Adaptern, obwohl diese alle innen mit Gewinden versehen und gründlich geschwärzt sind.

Es ergibt sich ein nur leicht (abhängig von der Auszugposition) vignettiertes Feld von 31mm Durchmesser in der Brennebene.

Die Fockelpinne

kommt auch aus dem Hause Neumann. Ein Crayford-Fokussierer mit runder Basisplatte, die wunderschön in den Teleskop-Kanal passt, und mit drei Paaren Zug- und Druckschrauben justierbar am umgebördelten Hinterende des Ofenrohrs befestigt wurde. (Dicke der Basisplatte: 6mm, minimale Höhe ab Innenseite Basisplatte bis Oberkante 2"-Anschluss: 55mm, Fokusweg: 48mm; Okularanschluss mit Bronze-Klemmring.)

OAZ
Okularauszug ausgebaut

Zubehör

Hier fehlte noch ganz gewaltig ein 2"-Okular mit 31mm Gesichtsfeld-Durchmesser...!!! (kau-fen, kau-fen,...)

Doch dank Astronomischem Markt ist mittlerweile die Lücke geschlossen durch Erwin, ein schmuckes 25mm Baader Erfle. Das ergibt ein riesiges 4°-Gesichtsfeld bei 17,6×: wahrhaft Rich Field. Man kann buchstäblich irgendwohin am halbwegs klaren Nachthimmel zielen und fällt fast um vor der überwältigenden Anzahl Sternen. Orions Gürtelsterne samt sigma Orionis passen locker noch gemeinsam ins Feld, die Pleiaden oder die Præsepe mit genug Umgebung, um sich deutlich von selbiger abzuheben... Hier stößt Random in Bereiche vor, die Slartibartfast, dem 11×80 Weitwinkel(4,5°)-Bino ebenso verschlossen bleiben (mangels Vergrößerung und Randschärfe) wie Zaphod (mangels Feld: etwa 2°, mit Keiko im Paracorr, bei knapp 40×).

Die 2"-Folge setzt sich in natürlicher Weise fort mit Ulugh Beg (32×, 2°15') und Uta Wilhelmine Adele (50×, 1°36'). Zusammen bilden Graf Erwin, der Herrscher von Samarkand und Dame Uta die Reichfeldallianz!

Ulugh Beg ins Auge geblickt Ulugh Beg in aufrechter Schönheit Der Überwältigende ruht
Dreimal Ulugh Beg

Ein Antares-Zenitspiegel aus der Wolfihöhle dient als Thron, und das Podest darunter ist ein 80-120mm Verlängerungsrohr von ICS. Graf Erwin thront standesgemäß niedriger, ohne Podest; der Samarkander und die Lady dagegen wollen hoch erhaben sitzen!

2" Zenitspiegel 2" Zenitspiegel
2"-Zenitspiegel mit 1¼"-Adapter

Alternativ ist auch übers Baader-T2-System ein 1¼"-Anschluss vorgesehen. Im OAZ steckt entweder Teil (#16) alias B240 8150 als Adapter auf T2 oder das 70mm lange Adapterrohr von Intes (in der Wolfihöhle als 2z-T2 bekannt). Danach kommt das Großfeld-Amiciprisma (#2) alias B245 6130 samt eingeschraubtem Adapter von M36,4×1 zurück auf T2 (das ist (#3) alias B150 8039), und schließlich die Deluxe-Okularklemme mit Stahl-Federring (#8) alias B150 8100. Je nach Bedarf können noch T2-Zwischenringe eingeschoben werden, wie der (#25A) alias B150 8154.

OAZ, Adapter und Verlängerung
OAZ, Intes 2z-T2, Baader #16, ICS-2"-Vario-Verlängerung

Auch ein Übergang zum Zeiss-Baader Großfeldbino ist später machbar, mit immer noch mehr als 2° wahrem Gesichtsfeld, freilich nur für relativ helle Objekte...

1,25" Amiciprisma und Klemme 1,25" Amiciprisma und Klemme 1,25" Amiciprisma und Klemme
Amiciprisma und Deluxe-1¼"-Okularklemme, 15mm-T2-Ring unter der Klemme eingeschraubt, mittleres Bild von der Teleskop-, rechtes von der Okularseite

Unterbau

Random schwingt sich von einer Synta/Antares AZ-3 aus in den Himmel. Auch aus der Wolfihöhle!

Die AZ-3 war allerdings ergänzungsbedürftig. Ursprünglich war das Telesköpchen wie vorgesehen mit seinen Rohrschellen obendrauf montiert. Nun liegt schon die Montageschiene ein gutes Stück über der Elevationsachse der AZ-3, dazu ist Random hecklastig (der Schwerpunkt, mit Zenitspiegel und 2"-Okular, ist etwa auf Höhe der hinteren Rohrschelle - und damit am Hinterende des Tubus, weiter geht's nicht), so dass Random-auf-AZ-3 dauernd ihre Nase sehr hoch tragen wollte.

(Vergleiche auch Peters Lösung bei Theos AZ-3.)

Hier aber wurde Random einfach tiefergelegt...

Eine Alu-Profilschiene oben auf der Montierung, mit rückwärtiger Verlängerung als Handgriff (mit Isolierschaum umhüllt), ein paar stabile Möbelwinkel, eine Plastik-Platte als Abstandhalter, eine weitere Aluschiene und einige Schrauben halten nun alles zusammen. Fehlt noch ein Holzsteg vorn als Schwingungsdämpfer. Der Schwerpunkt liegt nun, wie bei einer Giro-II, ziemlich genau in der Neigungsachse, so dass die ganze Chose feinfühlig beliebig flach und fast beliebig hoch gestellt werden kann (bis die Stativbeine im Weg sind).

von hinten von hinten oben von vorn
Der Objektivdeckel stammt von einer Kaffeedose, plus vermessingter Schubladenknopf.
Der Sucherhalter ist auf eine vermessingte gewölbte Teppichschiene geschraubt
und mit etwas Filz einfach mit unter die Rohrschellen geklemmt.

Auf den beiden linken Fotos sieht man den rechten Fokusknopf noch mit der Madenschraube des Azimut-Feintriebs kollidieren, eine kleine Drehung des Tubus in den Schellen hat das aber inzwischen behoben.

Aufmerksame Beobachter werden im Hintergrund des mittleren Bildes den Rücken eines bemerkenswerten Bilderbuchs erkennen.

Und nun auch in Farbe...

Random mit 2"-Zubehör von vorn... ...in business!

Random wird beidäugig

Seit April 2002 ist Random innig mit Gottfried Benedikt befreundet und guckt binokular nach Kometen, Sternhaufen, dem Mond und auch mal Jupiter!
 

Und Random hat einen Hut!

Wie Zaphod hat auch Random seit kurz nach dem ATT 2002 einen Sonnenhut. Nicht so schön wie der von Karoline, ist ja auch nicht vom Mad Hatter designt, aber er funktioniert!

Schön ist ein Zylinderhut... ...wenn man ihn aufsetzen tut. Peilung!
Der Hut sitzt so satt, dass sich beim Abnehmen die Folie durch den Unterdruck nach innen wölbt. Den Baader-AstroSolar®-Film gab's wegen größerer Knicke billiger: die wurden hier einfach weggeschnitten!- Randoms Rohrschellen-Schrauben, von denen eine ins mittlere Bild glänzt, ergeben auch gleich einen praktischen So(u)l-Finder. (Normalerweise landet der Schatten auf dem Bino-Gehäuse.)
 


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