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ALBiREO-Galerie

Bilder von der
S.I.R.E.-Logo

(Stargazing Institution Rainy Eifel)

Die Crew:

Tom "the Mad Hatter"
mit Carl, Jocelyn, Max, Bernard, Gigi, Jan, Julia, Susanna, Vicki, Hudson, Gillian
nebst Heinrich und Dr. von Gänseklein
und Marvin, dem manisch depressiven Bordcomputer
 

Jocelyns schwere Geburt

Nachdem sich der 120 mm Refraktor "Carl Sagan" als prima Planetenröhre entpuppt hatte, grübelte ich so hin und her, welche Argumentation wohl die Anschaffung eines weiteren Teleskops rechtfertigen würde. Ich kam dann zu dem Schluss, dass ein größerer Newton mit kleiner Öffnungszahl eine durchaus sinnvolle Ergänzung wäre.

Im Januar 2001 erstand ich einen Soligor MT-800. Das ist ein Newton mit 200 mm Öffnung und 800 mm Brennweite. Ich taufte ihn auf den Namen "Jocelyn Bell", etwas zu voreilig, wie sich herausstellen sollte. Schon das Auspacken und Aufbauen war von argen Problemen begleitet: Der Tubus stank nach irgendetwas Ekelhaftem, auf dem Hauptspiegel befand sich ein seltsamer Belag, der allen Reinigungsflüssigkeiten widerstand, die Fockelpinne wackelte beim Raus- und Reindrehen wie ein Kuhschwanz, und die Zentrierung war unter aller Sau. Die Zentrierung hatte ich jedoch schnell im Griff. Der Fockelpinne baute ich neue Führungsleisten ein, und der seltsame Belag wich endlich, als ich auf den Spiegel spuckte und das Ganze mit einem weichen Tuch wegrieb. Dann kam das First Light. Absolut enttäuschend, denn der Spiegel zeigte starken Astigmatismus. Von Soligor erhielt ich dann freundlicherweise einen Ersatzspiegel. Dieser zeigte keinen Astigmatismus mehr, dafür hatte er aber eine sehr flache Kante, was zu katastrophalen defokalen Sternscheibchen führte.

Da hatte ich die Schnauze voll, schickte diese Mumie zurück und machte den Kauf rückgängig. Für eine Weile wollte ich von einem neuen Newton nichts mehr wissen, bis ich mal wieder mit W. R. vom T. S. aus M. telefonierte und wir über dies und das plauderten. Da kam ich auch auf die Mumie zu sprechen. Wolfi machte mir daraufhin das Maul wässrig mit dem baugleichen GSO-Newton - immerhin das Original mit Pyrex-Glas. Ich gab also dem Newton noch eine Chance und bestellte ihn. Lieferzeit ca. 6 bis 8 Wochen, oje!

Zuhause fiel mir auf, dass "Carl" sich sehr seltsam benahm. Er redete zeitweise wirr und zeigte zwischenzeitlich weibliche Attitüden. In einem klaren Moment erzählte er mir, dass "Jocelyn" - bevor ich sie in den Karton packte - ihn intensiv berührt hatte und dabei die Worte murmelte: "All dies vergiss bitte nie!". Na, das war ja großartig! Jocelyn hatte ihren Geist in Carls Körper transferiert und wollte dort ausharren, bis der Jocelyns neuer Tubus eintraf. Das war für Carl natürlich sehr belastend, und zeitweise drohte er seinen Verstand zu verlieren, besonders als Jocelyn darüber zu diskutieren begann, wie sie ihren neuen Tubus kleiden sollte. Immerhin war der neue Tubus schwarz und nicht weiß wie der der Mumie. Wollte sie also das kleine Schwarze behalten oder sich ein weißes Kleid schneidern lassen? Schließlich bestand sie darauf, Carls Tubus zu schminken, was dem Ärmsten völlig den Rest gab. Alle diese Dinge diskutierte ich natürlich mit Bib von der A.S.S., mit der ich damals schon regen Mailkontakt hatte.

Mittlerweile waren 8 Wochen vorbei und Jocys neuer Leib wollte einfach nicht eintreffen. Glücklicherweise stieß um diese Zeit der 114 mm Reflektor "Max Wolf" zu unserem Team. Wir konfrontierten ihn sofort mit unserer peinlichen Situation und transferierten Jocelyns Geit in dessen Tubus, damit der arme Carl sich etwas erholen konnte. Zwei Wochen später traf der neue Tubus ein. Vom Auspacken bis zur endgültigen Rückkehr von Jocelyn in ihren neuen Leib lieferte ich der A.S.S. einen Live-Bericht über den Stand der Dinge. Herzlichen Dank an die gesamte Crew der A.S.S., insbesondere an Bib und La Socia, die uns hier auf der S.I.R.E. jederzeit Beistand geleistet haben!

Schließlich enschied sich Jocelyn für ein neues weißes Kleid, und Friede kehrte ein auf der S.I.R.E.
 

Carl, Jocy und die neun kleinen Maksutöffchen

Nachdem sich die mollige Jocelyn so schick gemacht hatte, bändelte sie mit Carl an. Diese Liaison wurde doch recht ernst und ich fragte mich, was aus dieser Verbindung wohl herauskommen würde. Ist doch klar: Wenn ein Refraktor und eine Newton-Dame sich ganz doll lieb haben, dann kommen dabei viele kleine Maksutöffchen heraus! Neun an der Zahl:

Carl, Jocelyn und die Kinderschar Von links nach rechts: Hades, Uranos, Aphrodite, Chronos, Poseidon, Gäa (auf dem Thumbnail-Ausschnitt), Hermes, Zeus, Ares
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Selbstverständlich haben die neun Kleinen auch alle Namen:

Hermes ist der ungeduldige, der immer alles hastig in die Tat umsetzen will. Aphrodite ist eitel und benimmt sich eher so allürenhaft wie Miss Piggy. Die kleine Gäa ist liebenswürdig und immer sehr interessiert. Ares ist der Aufbrauser, der stets auf die Palme geht, wenn ihm etwas nicht gelingt oder er etwas nicht kapiert. Zeus wäre gerne der Boss, so eine Art brillentragender Oberstreber, der alles besser weiß. Chronos ist der gutmütigste von allen. Er versucht, Harmonie in die Mannschaft zu bringen. Uranos ist einfach verliebt in den Himmel und kann garnicht genug über ihn erfahren. Poseidon ist der Schüchterne, der nah ans Wasser gebaut hat. Hades schließlich macht sich nichts draus, er ist gleichmütig und auch ziemlich tollpatschig, auf eine liebenswerte Weise.

Nee, Birgit, da haben wir uns was ausgedacht :-) Nochmals vielen Dank dafür, dass du sie mit nach Florida genommen hast und ihnen das Kennedy Space Center gezeigt hast. Wir auf der S.I.R.E. waren recht froh, dass wir sie mal eine Weile los waren. Ganz im Vertrauen: Die neuen kleinen Maksutöffchen zu betreuen ist schwieriger als eine Tüte voll Heuschrecken zu hüten...
 

Liebesbriefe von der Experience

Unsterblich verliebt, schreiben Dieters Röhren - getauft nach den Mitgliedern der Jimi Hendrix Experience - meinen Damen romantische Liebesbriefe...

Mitch an Julia Mitch an Julia
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Noel an Jocelyn, Gillian, Hudson Noel an Jocelyn, Gillian und Hudson
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Jimi an Susanna Jimi an Susanna
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Mad Hatter an Dieter, 29.12.2001:

Hallo Dieter!

Sie sind angekommen, die wunderbaren lyrischen Werke der Experience! Ach, haben die Mädels hier geschluchzt vor Freude!

Während Jocelyn, Gillian und Hudson lediglich entzückt die biegsamen Wellen vor dem Tubus falteten und sich über die freundschaftlichen Worte Noels freuten, sind Susanna und Julia ganz außer Rand und Band. Sie sind bis über beide Fokusier-Räder verliebt.

Der kleine Gigi (ehem. Kaspar, bestens eingelebt und wieder aufgeblüht), hüpft durch die Stuben und trällert: "Susi geht mit Jimi - und die Jule geht mit Mitchie!" :-)))

Diese tollen Werke werde ich gleich mal einscannen und sie dem Rohrspecht übermitteln, damit er sie auf den ALBi-Heimseiten ausstellen kann! Sowas Schönes darf man den ALBiREOs nicht vorenthalten!

Ich sehe gerade: Julia hat immer noch dicke Tränen der Freude in den Augen.

"Komm her, Julia, schreib dem Mitch was!" sag ich. "Nicht jetzt!" gibt sie zurück, "Ich komm nicht aus meinem Koffer raus. Ich will nicht, dass mich jemand so sieht. Bestimmt läuft meine Vergütung."

"Nein, nein, alles perfekt! Du siehst phantastisch aus!" Na, das wird wohl nichts. Gerade verstecken sich Susanna und Julia und lesen sich selig kichernd Jimi's und Mitch's Gedichte vor... :-)

Also wirklich: Wenn Röhren verliebt sind...
 


Im Mai 2002 wurde im K.I.N.G. die Carl-Sagan-Sternwarte der S.I.R.E. eingeweiht...

...kurz nach dem die Herrschaften aus Irland heimgekehrt waren...
 


Übrigens:

Die S.I.R.E. hat noch eine weitere Galerie!!
 


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Text und Bildbeiträge: ©Tom "Rainy" "Mad Hatter" Regnery sowie Dieter Brümmer
Alle Rechte vorbehalten
Art Director: Tom Rainy - mad-hatter@beta-cygni.org
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